Das Kloster‎ > ‎Die Räumlichkeiten‎ > ‎

Die Bibliothek

    
Ein Kloster ohne Bibliothek sei wie ein „Truppenlager ohne Waffen“, meinten die Mönche des Mittelalters. So pflegen auch wir eine Auswahl an Büchern, gemäß den bewährten Kriterien des christlichen Humanismus: Heilige Schrift, Theologie, Philosophie, Literatur, Kunst, Geschichte und Musik.

    In einer von Technik und Nutzen geprägten Welt, erlauben uns die Humanwissenschaften, das Unaussprechliche in Worte zu fassen. Sie helfen uns, die Vergangenheit nicht zu vergessen, sondern sie zu verstehen. Sie befähigen uns, das Ideale und Wesentliche zu denken, Schönheit hervorzubringen und Zukunft zu erahnen. Schließlich bringen sie uns auch dem Geheimnis jenes Lebens nahe, welches nicht mit unserer irdischen Existenz ausgelöscht werden wird.

    Als der hl. Benedikt den Tagesablauf des Klosters festlegte, schrieb er, dass sich die Mönche während der Fastenzeit intensiver als sonst mit geistlicher Lektüre beschäftigen sollten (vgl. RB. 48,14-16).

     Benedikt versteht den Mönch als einen „Lernenden in der Schule des göttlichen Dienstes“. Seine Berufung ist es, auf Christus, den Meister, zu hören, damit er zur Weisheit gelange. In ganz besonderer Weise vollzieht sich dieses Hören im Lesen und Betrachten der Heiligen Schrift. Daneben empfiehlt Benedikt seinen Mönchen auch die große Tradition der alten Kirchen- und Mönchsvätern. Eine Sammlung ihrer Schriften befindet sich ebenfalls in unserer Bibliothek.
Comments